Beratungsprotokoll Bank Kredit

Advisory-Protokoll Bankkredit

Keine Verkaufsgespräche mehr ohne Beratungsprotokoll: Die Banken und Sparkassen sind verpflichtet, alle Anlageberatungen für Privatkunden zu dokumentieren. Dazu gehört auch die Absicherung von Krediten über Hypotheken. erklärt der Arbeitskreis Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Das Beratungsprotokoll wird von den Kreditinstituten selbst nicht sehr geschätzt.

Aachen: Die Kreditinstitute müssen den Verbrauchern einen Beratungsprotokoll zur Verfügung stellen.

Die Aachener Bank, Versicherung und Finanzintermediäre müssen seit dem 21. März ihren Kundinnen und Kundschaft, an die sie einen Baukredit verkauft, eine Broschüre zur Verfügung stellen, die 15 Punkte über Aufwand, Dienstleistungen und Risken erklärt. In der eigenen Reklame müssen die Kreditinstitute nun alle wesentlichen Einzelheiten der Baudarlehen klären. ING-Diba hat zum Beispiel ein vierteiliges Dokument, die Consulting-Dokumentation, erstellt.

Dazu gehören die personelle und wirtschaftliche Lage des Auftraggebers, der Finanzbedarf, die Laufzeit der Festschreibungszeit sowie die Möglichkeiten und Risken dieser Baukostenfinanzierung. Der Durchschnittszinssatz in der Bauindustrie mit einem Festzinssatz von zehn Jahren betrug 1995 noch 8,71% und ist seitdem stetig auf das heutige Niveau von weniger als 2% gesunken.

Selbstverständlich können auch die Zinsen auf lange Sicht wieder steigen. Die Bank weist dann die Ertragsrisiken auf dem letzen Bogen aus. Zur angemessenen Absicherung gegen diese Lebensrisiken führt der Consultant den Auftraggeber dann an diverse Versicherungspolicen heran, wie zum Beispiel: Die neue Bonitätsrichtlinie wird in der Realität voraussichtlich dazu führen, dass die Bank die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers noch konsequenter überprüft.

"Es ist ein Verbot für die Bank, einen Vertrag abzuschließen, wenn sich herausstellt, dass das Darlehen nicht zurückzuzahlen ist."

Konsultationsprotokoll

Bereits seit sechs Jahren müssen Kreditinstitute und Finanzberater jede Investmentberatung mit einem Beratungsprotokoll protokollieren und an den Investor übergeben. Der Beratungsprotokoll existiert seit dem I. Jänner 2010 und beschreibt, welche Informationen Privatanleger während der Investitionsberatung über ihre persönliche Lage und Belange gaben und welche Vorschläge der Betreuer ihnen gab.

Die Ratgeberin muss dem Investor das Protokolle unverzüglich übergeben. Der Konsultationsprotokoll ist auch als Beweis für gerichtliche oder andere Streitigkeiten gedacht. WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) für Wertpapierdienstleister - die Voraussetzungen für das Beratungsprotokoll. Von vielen Marktakteuren zunächst als "zeitaufwändige" Formalität zur Abschreckung von Kunden und als Verkaufshemmnis in Misskredit gebracht, hat sich das Beratungsprotokoll mittlerweile als praktisches Dokumentations-Instrument in der Vermögensberatung durchgesetzt.

Insbesondere bei Institutionen, die die Vermögensberatung als essentielles Geschäftssegment betrachten, ist die Steuerung der Beratungs-Protokolle durch Manager und Compliance-Mitarbeiter dazu prädestiniert, Mängel im Fachwissen der Vermögensberater oder in der Kundenkommunikation zu erkennen. Für die meisten Investmentberater ist das Protokol heute ein nützlicher Wegweiser für eine gezielte Betreuung im Interesse des Mandanten.

Sie überprüft regelmässig die Beratungsqualität bei der Prüfung von an das Personal gemeldeten Reklamationen und Beschwerderegistern sowie bei Besuchen in den Filialen der Banken. Er hat den beteiligten Gesellschaften deutlich gemacht, dass der Auftragnehmer das Ergebnis dem Auftraggeber in allen Fällen in der Regel sofort nach dem Vorstellungsgespräch übergeben muss.

Ausgenommen sind nur die telefonischen Beratungen: Dort kann die Bank das Protokol nach dem Anruf per Post oder auf elektronischem Wege an den Auftraggeber senden. Mittlerweile ist das Konsultationsprotokoll zu einer unentbehrlichen Informationsquelle geworden: Entsprechen die vorgeschlagenen Finanzierungsprodukte dem angestrebten Anlagehorizont und der Risikotoleranz des Anlegers? Reagieren die Investmentberater auf die persönlichen Ideen des Klienten und die von ihm zum Ausdruck gebrachten Bedürfnisse und Meinungen oder ist eine grafische Rechtfertigung für die Weiterempfehlung nur für das dokumentierte Erzeugnis geeignet?

Wertpapierfirmen müssen ihre Beratungsverfahren so organisieren, dass sichergestellt ist, dass sie angemessene Handlungsempfehlungen erhalten. Zu diesem Zweck müssen sie den Anleger um präzise Informationen über die Anlageziele des Auftraggebers, die wirtschaftlichen Verhältnisse sowie über die Kenntnisse und die Erfahrung mit Wertschriftengeschäften bitten. In vielen Kreditinstituten werden diese Informationen in ein typisches kundenindividuelles Profil integriert und der Kunde einer Risikoart zugeordnet.

Etliche Klienten schrecken davor zurück, ihre finanziellen Daten an den Investmentberater weiterzugeben. Allerdings kann der Vermögensberater ohne Angaben zu Ertrag und Vermögen nicht beurteilen, ob der Mandant die mit einem Geschäft verbundenen finanziellen Risken trägt. Sollte der Investmentberater trotzdem ein gewisses Finanzierungsprodukt empfehlen, müssen er und seine Bank mit aufsichtsrechtlichen Folgen rechen.

Aber auch der betreute Investor ist gefordert: Nach der Investmentberatung sollte er im Protokolle nachsehen, ob der Inhalt des Interviews, das in der Regel ohne Zeuginnen und Zeuginnen erfolgt, korrekt nachgebildet wurde. Wenn er feststellt, dass etwas nicht oder nur ungenügend belegt ist, sollte er den Sachverständigen unverzüglich bitten, das Protokolle zu ändern oder zu ergänzen.

Darunter fallen nicht nur Informationen über die persönliche Lage, die Anlageziele, das finanzielle Wissen und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, sondern auch, ob die Bedenken richtig gewogen sind - zum Beispiel das Gleichgewicht zwischen Chancen auf höhere Renditen und der Gewissheit einer Investition. Für die Begründung der Empfehlung des Gutachters und für die individuellen Details des Auftraggebers muss das Log auch freie Textfelder mitenthalten.

In der Regel beziehen sich unangemessene Anlagestrategien oft auf die angestrebte Investitionsdauer oder die Bereitschaft des Anlegers, Risiken einzugehen. Möchte ein Kundin oder ein Kundin z.B. seine Investition zu einem beliebigen Zeitpunkt veräußern können, ist es untauglich, wenn der Investmentberater einen Investmentfonds mit einer Mindesthaltefrist von zwei Jahren vorschlägt. Noch ein Beispiel: Bei der Sicherung eines variablen Kredits gegen Zinserhöhungen kann es zu einem Widerspruch mit der Investitionsdauer kommen, wenn der Investmentberater einen Zinssatz-Swap bis zur endgültigen Fälligkeit vorschlägt, obwohl der Mandant vorgezogene Kredittilgungen vorgesehen hat.

Variable zinsgebundene Kredite können von unseren Auftraggebern zu jeder Zeit ganz oder zum Teil zurückgezahlt werden; das Derivatsicherungsgeschäft soll für den Auftraggeber ein künstliches festverzinsliches Kreditgeschäft errichten. Der Wunsch des Auftraggebers nach einer Investitionsdauer wird in der Praxis in der Praxis automatisch ermittelt, wenn der Berater so genau wie möglich nach dem Anlageziel fragt. Füllen hingegen der Vermögensberater und der Kundin nur die typischen Kundinnen und Klientenprofile - wie "Alters- und Familienvorsorge" oder "Kapitalerhaltung" für den Anlagesinn - ohne einen konkreten Zeitrahmen anzugeben, entstehen rasch Mißverständnisse.

Beispielsweise ist das Versäumnis, den Anlagesinn der " Alters- und Familievorsorge " bei sehr volatilen Kapitalanlagen zu verpassen, immer größer, je weniger Jahre der Kunde vor seiner vorgesehenen Pensionierung zurückgelassen hat. In manchen Fällen empfiehlt der Investmentberater auch Transaktionen, die über die festgelegte Risikofreudigkeit des betreffenden Mandanten hinausgehen. Ebenso dürfen Investmentberater Anlagefonds mit solchen Investitionen nicht an Klienten weiterempfehlen, die Aktien- oder Liegenschaftsrisiken ausschließen.

Akzeptiert ein Mandant ein typisierendes Gefährdungsprofil der Bank ohne Einschränkung und bekundet er seine Entschlossenheit, "moderate bis manchmal starke Preisschwankungen " zu tolerieren, ohne dass die Bank diese ungenaue Beschreibung in konkreter Form darstellt, so kann seine Risikobereitschaft nur durch einen Abgleich mit allen zur Verfügung gestellten Gefährdungsprofilen eingeschätzt werden. Bei höheren Risiken wie "erheblichen Kursschwankungen" oder "Akzeptanz von Totalschäden" sollte der Investmentberater diesem Anleger nicht raten, über einen Sparmodus in einen sehr volatilen Commodity-Fonds zu investieren, der in den wichtigsten Investoreninformationen der Gefahrenklasse 7 von 7 eingestuft ist.

Deutschland hat mit der Verpflichtung zur Vorlage von Beratungsunterlagen frühzeitig viele Normen geschaffen, die in einigen Jahren mit der Richtlinie II über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) in ganz Europa Gültigkeit haben werden. Sie müssen erklären, warum das vorgeschlagene Finanzierungsinstrument für den Anleger angemessen ist und dass die Empfehlung auf die Vorlieben, Zielsetzungen und andere Eigenschaften des Verbrauchers, wie Wissen und Erfahrung, Risikobereitschaft und Verlustreserven, zugeschnitten wurde.

Die Datenerhebung beim Kreditantrag erfolgt durch: smava GmbH Kopernikusstr. 35 10243 Berlin E-Mail: info@smava.de Internet: www.smava.de Hotline: 0800 - 0700 620 (Servicezeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-15 Uhr) Fax: 0180 5 700 621 (0,14 €/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min) Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Alexander Artopé (Gründer), Eckart Vierkant (Gründer), Sebastian Bielski Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RStV: Alexander Artopé Datenschutzbeauftragter: Thorsten Feldmann, L.L.M. Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Berlin Registernummer: HRB 97913 Umsatzsteuer-ID: DE244228123 Impressum