Schweizer Banken

Die Schweizer Banken

Keine "Saubere Gesundheit der Schweizer Bank". Andere Schweizer Grossbanken mussten nicht gerettet werden. Laut der Unternehmensberatung Boston Consulting Group stehen die Schweizer Banken vor einem Aderlass.

Secrets einer Schweizer Privatbank

Rüstungshändler, Geldwaschsalons, Politiker aus ungerechten Staaten, aber auch Führungskräfte, Athleten, Musiker, Hollywood-Schauspieler und Adelsfamilien - sie alle haben in die Schweizer Niederlassung von HSBC investiert. Anscheinend hat die Nationalbank vielen von ihnen verholfen, Gelder vor den Steuerbehörden zu verstecken oder die Herkunft ihres Vermögens zu verbergen - teilweise bei Bankkonten und Postfachfirmen.

Sie gehen auf den grössten Bankdaten-Diebstahl der Unternehmensgeschichte zurück - vom IT-Experten Hervé Falciani, einem früheren Angestellten von HSBC in Genf. Diese geben einen einzigartigen Überblick über das ansonsten geschlossene Schweizer Banksystem. Welche Art von HSBC ist eine solche Datenbank?

Die Italiener wollen die Namen der Mitarbeiter der Schweizer Banken.

Mailändische Finanzermittler wollen von vielen Schweizer Banken wissen, wie sie ihre Finanztransaktionen durchgeführt haben. Um die Schweizer Mitarbeitenden besorgt: Denise Chervet, Leiterin des Personalverbandes der Bank. Paolo Bernasconi, Rechtsanwalt aus dem Tessin, ist von einem "koordinierten Vorgehen" angetan. Bei Bernasconi ist der Sachverhalt klar: Die Italier wollen den Schweizer Banken ein intensives Engagement in Italien vorführen, um ihnen danach Steuerschulden zu vorwerfen.

Achtzehn Führungskräfte der tessinischen Privatbank PKB. Das Misstrauen: Die Bankiers hatten ihrer italienische Kundschaft bei der Steuerhinterziehung geholfen. Es handelt sich um 198 Personen, die angeblich über 400 Mio. mitgenommen haben. Paolo Bernasconi, Anwalt und Geldwäsche-Experte aus dem Tessin, ist davon Ã?berzeugt, dass die Untersuchungen gegen die PKB nur der Anfang einer "koordinierten Aktion" sind: "Die MailÃ?nder-Staatsverwaltung wird weitere Schweizer Banken ins Visier nehmen".

Eine lokale Bankenvertreterin berichtet von "zwei Jahrzehnten Empfängern" in diesem Land. Auch in Italien wird davon gesprochen, dass bis zu 160 Banken aus der Schweiz, Monaco, Liechtenstein und Großbritannien Briefe aus Mailand mitnehmen. Dabei wollen die Ermittler im Detail wissen, wie und mit was die Banken aus dem Geschaeft mit ihren tuerkischen Mandanten fuer die Jahre 2013 bis 2017 gewonnen haben.

Zudem erfragt die Finanzpolitik die Namen der " in Italien arbeitenden Kundenbetreuer ". Dadurch klingeln die Alarmsignale der SPBV. "Das Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer muss geschützt werden", warnt SPBV-Geschäftsführerin Denise Chervet an die Anschrift der untersuchten Banken. Der Jurist Bernasconi weiß, worum es bei den Fragestellungen der Steuerfahnder geht: Nachweis, dass die Tätigkeit der ausländischen Banken in Italien so stark war, dass sie dort de facto über eine Betriebsstätte mit persönlichem oder gar materiellem Charakter verfügten.

Dies hat zur Folge, dass die Tätigkeit der Schweizer Bankiers zu einem Gewinn führte, aus dem die Steuerverbindlichkeiten gegenüber den italienischsprachigen Steuerbehörden entstehen würden. Die Banken muessten darauf eine Abgabe von 12,50 Prozentpunkten zahlen. Insgesamt sind diese Haushaltsdefizite für die betreffenden Kreditinstitute wahrscheinlich recht mäßig. Die Rechtsanwältin Bernasconi aus dem Tessin vermuten auch, dass der Hauptzweck der Befragungen darin besteht, die vom italianischen Staatshaushalt durch die Programme zur freiwilligen Offenlegung erworbenen Kenntnisse mit den Beantwortungen der Banken zu vergleichen.

Autoritäten wie Bankmitarbeiterinnen und -vertreter nahmen die Mail aus Mailand ernst. Der Verband der Schweizerischen Bankiers (SBVg) hat in Absprache mit dem Sekretariat für Weltfinanzfragen (SIF) einen Wegweiser für seine Amtskollegen auf der Grundlage externer Gutachten erstellt. Auf Verlangen teilt die SBVg den betreffenden Mitgliedern mit, ob und wie die Fragestellungen der italienische Steuerbehörde dem schweizerischen Bankkundengeheimnis, den anwendbaren Datenschutzrichtlinien und Art. 271 ("Verbotene Gesetze für einen fremden) widersprechen.

Serge Steiner, Sprecher der SBVg, hebt hervor, dass es sich bei den Richtlinien nicht um Handlungsanweisungen handelt: "Letztendlich hat aber jede Hausbank eine eigene Ausgangsposition und muss selbst bestimmen, ob und wie sie auf den Fragenkatalog reagieren will. Bei den betreffenden Banken konnte eine Fristverlängerung bei den Mailänder Finanzprüfern erreicht werden.

Die Datenerhebung beim Kreditantrag erfolgt durch: smava GmbH Kopernikusstr. 35 10243 Berlin E-Mail: info@smava.de Internet: www.smava.de Hotline: 0800 - 0700 620 (Servicezeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-15 Uhr) Fax: 0180 5 700 621 (0,14 €/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min) Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Alexander Artopé (Gründer), Eckart Vierkant (Gründer), Sebastian Bielski Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RStV: Alexander Artopé Datenschutzbeauftragter: Thorsten Feldmann, L.L.M. Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Berlin Registernummer: HRB 97913 Umsatzsteuer-ID: DE244228123 Impressum