Türkei Kredit Aufnehmen

Die Türkei leiht sich etwas

Billig nach Mallorca, Fuerteventura oder in die Türkei fliegen. Die Türkei darf nach Angaben des US-Volkswirtes John Perkins keine Kredite beim IWF aufnehmen und prüft, ob sie für einen zweiten einen Kredit aufnehmen sollte: Er musste einen Milliardenkredit beim Internationalen Währungsfonds aufnehmen, um die finanzielle Situation teilweise zu stabilisieren. Wirtschaftsaussichten nach dem Beben Mit dem Beben vom 18. September 1999 verschärfte sich die Krise. Allerdings wird der Umbau bereits im Jahr 2000 zu einem Zuwachs von vier bis sechs Prozentpunkten aufkommen. In wenigen Monaten wird die Türkei die ökonomischen Auswirkungen des Bebens bewältigen. Das Unterstützungsabkommen mit dem IWF, das voraussichtlich im Spätherbst 1999 unterzeichnet wird, der energische Privatsektor und die umfangreiche ausländische Wiederaufbauhilfe werden dazu beitragen.

Die mangelnde staatliche Hilfe bei Katastrophen hat seinen Ruf ernsthaft beschädigt und gleichzeitig das Vertauen der Menschen in private Betriebe gestärkt. Ecevit' Schrank, der seit 1999 im Amt ist, war die erste Behörde, die in den 90er Jahren strukturelle Veränderungen durchführte. Mit der Annahme der Reform wurde dem IWF ein Zeichen gegeben, die Aufnahme der Gespräche mit der Türkei wiederherzustellen.

Sobald eine Vereinbarung abgeschlossen ist, werden internationale institutionelle Anleger türkische Regierungsanleihen ankaufen. Es bestehen gute Aussichten, dass die Türkei zum interessantesten Schwellenland der gesamten Stadt wird. Für 1999 hatte der Bundeshaushalt noch ein Minus von 11,6 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts geplant. Durch das Erdbeben wird die Unterdeckung temporär auf 15 Prozentpunkte anwachsen.

Sie sind in den letzten Jahren weit hinter den Hoffnungen zurückgeblieben, vor allem aufgrund von politischer Unsicherheit, hoher Teuerung, Unsicherheit und schwerfälliger Verwaltung. Die Türkei, ein Land der Schwellenländer, wird am 1. August nicht auf das Niveau eines Drittlandes zurückgeworfen, und sie wird auch keine nachhaltigen negativen Auswirkungen auf die Aussichten seiner Wirtschaft haben. Die Aussichten, dass die Türkei das letzte der großen Staaten im Norden des Mittelmeers ist, um die Kluft zu anderen Mittelmeerländern zu verringern, sind so gut wie seit langem nicht mehr.

Allerdings wird die Türkei das Pro-Kopf-Einkommen anderer Staaten in den gleichen Breitengraden in absehbarer Zeit nicht erreichen. Damit wäre die Türkei der einzigste Schwellenmarkt in der gesamten Schweiz - wahrscheinlich einer der attraktivsten Schwellenländer nach den Verkäufen, die 1998 in allen Schwellenländern stattgefunden haben. Wie die inländischen Kapitalgeber haben auch die wenigen Auslandsinvestoren in der Türkei ihre Mittel nicht aus der Angst nach dem Beben abgehoben.

Begründet wird das Misstrauen durch die strukturellen Reformen, die die britische Regierungspartei Ecevit im Sommersemester 1999 im Bundestag durchgesetzt hat. Die Türkei wird vom Internationalen Währungsfond im kommenden Jahr ein Bereitschaftskredit erhalten; drei Mrd. sind denkbar. Dies wird von ausländischen Anlegern als Zeichen genommen und mit mehr Mitteln in der Türkei platziert.

Erstens werden sie zum ersten Mal große Mengen an hochverzinslichen türkischen Lira-Staatsanleihen erwerben, was zum Zinsrückgang beizutragen hat. Die Türkei hat ihre innerstaatlichen und grenzüberschreitenden Verpflichtungen immer rechtzeitig erfüllt. Der wachsende Absatzmarkt wird inländische Investoren dazu veranlassen, den Aktienmarkt als eine langfristig vorteilhafte Win-Win-Situation zu begreifen und die herrschende Casinomentalität zu überwinden, die der Aktienmarkt als ein kurzzeitiges Spiel ohne Summe betrachtet.

Es ist davon auszugehen, dass die Türkei solche Anleihen in Europa ausgeben wird. Der materielle Schaden ist jedoch niedriger, als es die hohe Zahl der Opfer erwarten lässt. Darüber hinaus nimmt die Anerkennung von Privatunternehmen weiter zu, auch als Betreibern von Infra-strukturprojekten. Makroökonomisch wird sich die zur Jahresmitte 1998 begonnene Krise zunächst verstärken. Die Bruttowertschöpfung für das Gesamtjahr 1998 schloss das Jahr aufgrund eines erfreulichen ersten Halbjahrs mit einem Realwachstum von 2,9 Prozentpunkten ab.

Für 1999 revidierten die Experten nach dem Ende des Erdbebens ihre ursprüngliche Wachstumsprognose von Null Prozentpunkten auf ein Plus von ein bis drei Prozentpunkten; sie gehen vor allem von einem deutlichen Einbruch des Privatkonsums aus. Mit dem Wiederaufbau haben sie ihre Prognose für das Jahr 2000 auf vier bis sechs Prozentpunkte erhöht; das Wirtschaftswachstum wird von der Investitionstätigkeit getrieben.

Wegen der "höheren Gewalt" und der bereits beschlossenen Reform-Gesetze will der Weltwährungsfonds der Türkei den zugesagten Hilfskredit nicht absprechen. Zwischen Ende 1998 und Ende 1999 wird die Teuerung nicht unter 50 Prozentpunkte sinken, sondern auf 70 Prozentpunkte ansteigen, bevor sie Ende 2000 unter 40 Prozentpunkte fällt.

Im Jahr 1999 wird sich das Haushaltsdefizit der Öffentlichen Haushalte von einer Prognose von 12 auf 13 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts auf bis zu 15 Prozentpunkte erhöhen. Sie könnte im nächsten Jahr auf ein Niveau von zehn aufsteigen. Das Schätzwert liegt zwischen fünf und sieben Mrd. USD (Zentralbank), zehn Mrd. USD (Vereinte Nationen) und 20 Mrd. USD (Industrieverband Tüsiad).

In den meisten Fällen werden heute nicht mehr als 10 Mrd. USD angenommen; sie beinhalten die tatsächlichen Wiederaufbaukosten, niedrigere Steuergelder und niedrigere Tourismuseinnahmen. Die Bruttowertschöpfung, die nur die eingetragene Volkswirtschaft umfasst, lag 1998 bei 209 Mrd. Dollars. Für die Nothilfe hat der Weltwährungsfonds 325 Mio. USD und die Weltbank 220 Mio. USD bereitstellt.

Der Verlust von 20 Mrd. USD besteht aus: 10 Mio. USD zerstörter Wohnraum (5 bis 6 Mrd. USD einschließlich zerstörter Haushaltsgegenstände), 200 beschädigten Produktionsstätten und 1.000 Unternehmen, die zu Boden stürzten (4 Mrd. USD), Infrastrukturschäden (1 bis 2 Mrd. USD), Produktionsausfällen (100 bis 200 Mio. USD pro Tag), privaten Hilfen und Spendern (mindestens 2 Mrd. USD), einer Verschlechterung des Außenhandelssaldos (1,5 Mrd. USD) und einer vorübergehenden Erhöhung der Zinssätze, die den Staatsbudget belasten.

Damit ist der Produktionsverlust in der hochindustrialisierten Region Izmit, die fünf Prozentpunkte zum türkischen Bruttosozialprodukt beiträgt, begrenzt. Bis Ende 1999 sollen die Reparaturarbeiten beendet sein. Mit 100 Mio. Euro ist die grösste Nachfrage nach Wasser- und Kanalsystemen entlang der seismischen Falte zu verzeichnen. Der Preis wird vier Mrd. USD nicht übersteigen.

In Anlehnung an die USA könnte der Bundesstaat eingreifen, indem er Kreditbürgschaften für den Wohnbau für einkommensschwache Personen bereitstellt. Den Jahren mit den starken Zuwachsraten von sechs bis acht Prozentpunkten folgen kurzzeitige, aber tiefgreifende Rückschläge, die nicht mehr als ein Jahr andauerten. Im Jahr 1991 erhöhte der Golfregionskrieg das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,3 vH.

1994, im Jahr der Rezession, sank sie dann um 6,1Prozentpunkte. Die schwerste Rezession seit der Proklamation der Bundesrepublik wurde durch den versuchten Premierminister Ciller eingeleitet, die Hochzinsen zu senken, ohne zuerst die Staatsfinanzen zu konsolidieren. Das freigesetzte Geld wurde nicht mehr in Bundesanleihen investiert, es wurden auch Mittel aus dem spektakulär aufgeblasenen Aktienmarkt abgehoben und die Investitionen in Sachanlagen waren aufgrund der höheren Zinssätze weiterhin beibehalten.

Auf der anderen Seite hatte die Außenhandelsbilanz 1993 mit einem Rekorddefizit geschlossen, und die türkische Lira war jahrelang neu bewertet worden, um heißes Geld zu ernten. Das Ergebnis war ein rascher Preisverfall der türkischen Lira, so dass die Bundesregierung die jährliche Rendite von Bundesanleihen teilweise auf über 400% anheben musste. Ein Mix aus äußeren und inneren Einflüssen löste die zur Jahresmitte 1998 einsetzende Depression aus.

Durch die Rubelabwertung war der Importvolumen der türkischen Waren in Russland so hoch, dass die meisten Kunden dort die Ware zurück in die Türkei schickten. In der türkischen Privatwirtschaft flirtet man gern damit, dass man sich - wie in Italien - vom Land abkoppelt. Aber das gilt nur in begrenztem Umfang: Sie ist immer noch eine Häftling mit hohem Zinsniveau.

Die 500 grössten türkischen Industrieunternehmen erwirtschafteten 1998 88% ihrer Gewinne aus nicht operativen Tätigkeiten, hauptsächlich aus Zinserträgen für Staatsschuldverschreibungen. Weil Firmen seit Jahren in Renten und nicht in Vermögenswerte investieren, haben sie an Konkurrenzfähigkeit verloren. Mit den 30 bis 40 Prozentpunkten hoher Rendite wird nur ein kaum verborgener Zuschuss gewährt.

Viele haben seit der Bekanntgabe der Maßnahme die Gelder zurückgehalten. Im Jahr 1998 betrug die Steuerrate nur 17% oder weniger als zehn% der gesamten Wirtschaft. Im Jahr 1997 wurden 8,4 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts in Zinsen, 0,8 Prozentpunkte in staatliche Unternehmen zur Abdeckung ihrer Leistungsbilanz, weitere 3,0 Prozentpunkte in die Defizitfinanzierung der gesetzlichen Sozialversicherung und 2,2 Prozentpunkte in landwirtschaftliche Subventionen investiert, die die Ausgaben beeinflussen.

Damit hatte sich die Netto-Neuverschuldung der Öffentlichen Haushalte zwischen 1995 und 1997 auf 11,6 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts vervielfacht. Fuer 1999 hatten die Experten vor dem Ende des Erdbebens einen Anteil von 12 bis 13 Prozentpunkten errechnet. Während im Haushaltsplan 1999 72 Prozentpunkte der Mittel für die Zinszahlung bestimmt sind, wurden 1998 nur 52 Prozentpunkte der Mittel für die Zinszahlung aufgewendet.

Die Zinsbudgetposition stieg von neun Prozentpunkten im Jahr 1985 auf 40 Prozentpunkte im Jahr 1998. FÃ?r 1999 hatte sich die Bundesregierung ein Ziel von 38% gesetzt, aber in den ersten fÃ?nf Monate war der Aktienanteil bereits weiter auf 43% gestiegen. Drei Gründe sind für diese Lawine der Leitzinsen verantwortlich: die hohe Realzinsen von 30 bis 40 Prozentpunkten; die kurzfristigen Fälligkeiten, die das Finanzministerium manchmal zwangen, seine gesamten Inlandsverschuldungen von 20 Prozentpunkten des BIP innerhalb eines Jahres doppelt zu tilgen; und eine Reihe von Schattenlöchern im Haushalt, die den Bedarf des Staates an Krediten weiter steigern.

Ecevit, das im Jahr 1999 gegründet wurde, war die erste Bundesregierung der 90er Jahre, die über die notwendige Transparenz und Parlamentsmehrheit zur Durchführung wirtschaftlicher struktureller Reformen verfügte. Die Reformpolitik sieht weiterhin die beschleunigte Durchführung der Privatisierungen und den Rückgang der höheren landwirtschaftlichen Subventionen vor. Zum ersten Mal schränkt die Änderung die Vergabe von Krediten an Gesellschaften ein, die zum gleichen Konzern wie die Hausbank mitwirken.

Allerdings beschränkt die Bankenreform nicht die staatliche Bürgschaft, im Insolvenzfall einer Hausbank 100-prozentige private Spareinlagen zu zahlen. Das Treasury begibt Staatspapiere, die hauptsächlich von den Kreditinstituten erworben werden, die einen erheblichen Teil der Mittel im In- und Ausland durch Fremdkapitalaufnahme einwerben.

Zugleich hat der Staatsrat, der die Privatisierungen wenig beachtet, bei der Zuteilung von Infrastrukturvorhaben an privatwirtschaftliche Auslandsunternehmen ein stark eingeschränktes Mitspracherecht gehabt. Das Gesamtvolumen der bevorstehenden Neuinvestitionen beläuft sich auf 50 Mia. aus. Allein für den Neubau von Kraftwerken werden bis 2002 30 Mrd. USD investiert. Der Strombedarf steigt jedes Jahr um 12% an.

Mit der am 23. Mai 1999 beschlossenen Reformierung der drei gesetzlichen Sozialversicherungsträger wird die Belastung der Staatsfinanzen deutlich reduziert. Infolge dieser Veränderung wiesen die 1992 noch ausgeglichenen Sozialversicherungsbudgets 1999 ein Minus von 3,6 auf. Bei unveränderter Situation wäre das Haushaltsdefizit bis 2010 auf ein Haushaltsdefizit von 7,4 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts gestiegen.

Nichtsdestotrotz genügen die ausgezahlten Rente kaum, um die Pacht zu zahlen, nur 1,7 Mitwirkende zahlen für einen Pensionär. In der Türkei geht die Privatisierungsphase im Vergleich zu ähnlichen Staaten langsam voran; seit Aufnahme der Debatte im Jahr 1986 wurden kaum staatliche Unternehmen in nennenswertem Umfang veräußert. Schon 1998 verlangsamten jedoch die Wirtschafts- und Regierungskrise die Dynamik wieder, und das Beben wirkte sich erneut auf die Privatisierungen aus.

Bei den für die zweite Jahreshälfte 1999 geplanten großen Privatisierung, die voraussichtlich zwischen 1,5 und 2 Mrd. USD generieren werden, wurde der Zeitpunkt auf das erste Vierteljahr 2000 vertagt. Anschließend werden die Privatisierung von Turkish Airlines (30 prozentig als IPO oder Blockverkauf), des Benzinhändlers Petrol Ofisi (20 prozentig IPO oder 51 Blockverkauf) und des Petrochemiewerks Petkim (IPO und Einzelanlagenverkauf ) ausgetragen.

Demnach will der Freistaat 49% der Türk Telekom verkaufen (29% an einen strategisch wichtigen Kooperationspartner und 15% an einen IPO). In der türkischen Agrarwirtschaft sind 45 % aller Arbeitskräfte und 80 % aller erwerbstätigen Mütter und Väter tätig. Allerdings leistet sie nur 16 Prozentpunkte zum BSP. So errechnete die Weltbank für 1996 einen Prozentsatz der unmittelbaren und mittelbaren Agrarsubventionen von 7,7 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts, der vermutlich aufgrund der neuen Beihilfen seitdem weiter anstieg.

Mehr als die Haelfte der 13,8 Mrd. USD, die die WHO als landwirtschaftliche Transferleistungen auffuehrt, sind Steuertransfers wie Kaufpreisgarantien, zinsgerechte Darlehen oder Zuschuesse fuer Duerger. Waehrend sich die landwirtschaftlichen Beihilfen in den OECD-Laendern zwischen 1986/88 und 1995/96 von 2,5 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts auf 1,4 Prozentpunkte fast halbierten, haben sie sich in der Tuerkei von 2,5 auf 7,7 Prozentpunkte verdreifacht.

Die Türkei weist seit 1970 einen zweistelligen Inflationsgrad auf, seit 1988 schwankt er zwischen 60 und 125 vH. Für diese nach wie vor ungebrochene Teuerung sind drei ökonomische Gründe und ein politisches Motiv verantwortlich: In erster Linie ist es die starke finanzielle Nachfrage des Landes, die zu einer Verdrängung des Kreditmarktes und zu einem schnelleren Lauf der Druckmaschine beiträgt.

Zu den Vorteilen der starken Teuerung gehören auch die nach wie vor niedrige Intensität des Wettbewerbs, die die Weitergabe der Kostensteigerungen an die Kunden ermöglicht, und der niedrige Grad der Integration der türkischen Volkswirtschaft, der sich in beträchtlichen Preisunterschieden zwischen den einzelnen Gebieten zeigt. Sie profitieren von der hochverschuldeten Staatsanleihe mit renditestarken Staatspapieren und von der Teuerung, die für Auslandsunternehmen eine Barriere für den Markteintritt darstellt.

Die Türkei ist aus dem Freiheitskrieg hervorgegangen, bevor es eine Türkennation gab. Die Begünstigten können wesentliche Vorzüge wie z.B. ein zinsgünstiges Darlehen einer Landesbank in Anspruch nehmen, das die Landesbank oft abschreiben muss. Der 1961 ins Leben gerufene Offizierspensionsfonds hat sich zu einem der grössten Konglomerate in der Türkei entwickelt.

Das Spektrum der Beteiligung an 25 Gesellschaften reicht von der Automobilbranche über die Baubranche bis hin zur Lebensmittel- und Finanzdienstleistungsbranche. Darüber hinaus ist die "Stiftung zur Verstärkung der Streitkräfte" (TSKGV) an 13 überwiegend branchenführenden Firmen beteiligt. Das Generalstabsteam hat bekannt gegeben, dass es in den nächsten 25 Jahren 150 Mrd. USD für die Erneuerung und Erweiterung seiner Armee ausgeben wird.

Bis zum Jahr 2000 soll der Importanteil an den Rüstungsausgaben von 79 auf 57% und bis 2020 auf 40% reduziert werden. Das Militär ist zunehmend in der Volkswirtschaft vertreten, hat aber kein wirtschaftliches Instrument. Sie haben sich immer wieder in das politische Schicksal der Türkei eingemischt, zuletzt in der Zeit vom 18. Januar 1997, haben aber der Debatte über die wirtschaftlichen strukturellen Reformen keinen Anstoß verliehen.

Zum ersten Mal luden sie 1998 Unternehmensverbände ein, ihre Meinung über Auswege aus der Krisensituation zu erfahren. Die Pro-Kopf-Einkommen der Türkei, berechnet auf der Grundlage der eingetragenen Volkswirtschaft, stiegen 1998 um 5 Prozentpunkte auf 3.224 USD. Sie hat sich seit 1980 mehr als verdreifacht, liegt aber immer noch nur bei einem Dritteln des EU-Durchschnitts.

Hinter dem Wert von 3.224 Euro verbergen sich die großen Unterschiede in der persönlichen und räumlichen Verteilung der Einkommen. Nach Angaben der Weltbank gehört die Türkei zu den 17 Staaten mit der ungleichmäßigsten Einkommensverteilung. Die Türkei gehört zu den 17 Kandidaten. Das Pro-Kopf-Einkommen des wohlhabendsten Fünffachen der Weltbevölkerung ist in der Türkei 11,2 mal höher als das der Ärmsten, während es in Deutschland nur 5,7 mal höher ist.

Darüber hinaus befindet sich die Wirtschaftsmacht der Türkei im westlichen Teil des Bundes. Die zehn wohlhabendsten der 80 Bundesländer machen 59 Prozentpunkte des Bruttoinlandsproduktes aus, die zehn Ärmsten, alle in Ost-Anatolien, zusammen ein Prozentpunkt. Die Pro-Kopf-Einkommen in der mit 7 782 Euro wohlhabendsten Region der Welt, ist mehr als verzehnfacht, als die der Ärmsten, Agr.

Allerdings stellt das Prädikat "Anatolische Löwen", das die tuerkischen Massenmedien fuer einige Schwellenprovinzen gepraegt haben, zu grosse Anreize. In diesen Gebieten verlief die Industrieentwicklung seit 1980 nicht schneller als in den ökonomisch weiter entwickelten Gebieten der Türkei. Die Entfernung wurde einfach nicht weiter vergrößert. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Unternehmertum sind nicht ermutigend: Die Teuerung bleibt hoch und die Realzinsen für Kredite betragen weit über 50 vH; es gibt keinen Anleihemarkt für Privatunternehmen; und schwache Staaten, die oft zwei Mal im Jahr wechseln, verlangsamen weiterhin die Privatdynamik.

Es ist also beinahe ein Zeichen dafür, dass der private Sektor in der Türkei noch am Laufen ist. Die feindlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Türkei haben einen neuen Unternehmertyp hervorgebracht, der sich von wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit abgrenzt. Bei deutschen Unternehmern wird meist nach den Gefahren eines Projekts gefragt, während türkiche Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeiten ausloten.

Er finanziert mit den entgangenen Abgaben unvergleichlich effizient arbeitende Sozialeinrichtungen und sammelt so das Vermögen für seine Anlagen, das er sonst nicht an den Finanz- oder Kapitalmärkten beschaffen könnte. Die von ihnen ausgeweichten Gelder fließen nicht aus dem Land, sondern werden in der Türkei angelegt.

Steuer-Moral ist nur ein Aspekt, in dem sich die "Mentalität" in der Türkei von der in Mitteleuropa abhebt - auch wenn es eine unverwechselbare Herangehensweise an die Türkei gibt. Eine weitere Besonderheit ist der kurze Zeithorizont vieler tuerkischer Partner. Einerseits ist das Privatunternehmertum in der Türkei noch relativ klein.

In ihnen sind auch die Gastfamilien weiterhin vertreten und in den kleinen Betrieben dominierend. Was der ehemalige dt. Gesandte in Ankara, Sonnenhol, sagte, gilt für sie: "Der Turk ist wie der Europäische ausgebildet, er spricht wie ein Europäer, mit dem er sich wie ein Europäer auseinandersetzt. Die Türkei ist am I. Jänner 1996 der im Assoziierungsvertrag von 1963 vorgesehenen zollrechtlichen Union der EWG beigewohnt.

Die türkischen Importe aus den EU-Ländern stiegen in den ersten drei Jahren um 43% auf 24,1 Mrd. USD, während der Gesamtimportanteil der EU von 47 auf 53% anstieg. Dagegen stiegen die türkischen Exporte in die EU-Länder zwischen 1996 und 1998 nur um 22% auf 13,5 Mrd. Dollars.

Gleichzeitig sank der Exportanteil der EU-Staaten an den tÃ?rkischen Exporten leicht von 51 auf 50Prozent. Die gesamten tuerkischen Exporte entsprechen 24 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts, die Importe gar 30 Prozentpunkte. Das vor zwei Dekaden verschlossene Land ist heute stark in die globale Wirtschaft eingebunden. Die Türkei hat im Rahmen der Handelsunion ihre Wirtschaftsvorschriften weiter an die der EU-Länder angepasst, insbesondere mit der Verabschiedung des Kartellrechts und dem Verbraucherschutz.

Die Türkei ist noch weit davon entfremdet, das zweite Kriterium von Kopenhagen und die Maastricht-Kriterien zu erfüllen. Zwischen Brüssel und Ankara gibt es große Meinungsverschiedenheiten über die Schaffung von mehr Offenheit bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, den Rückgang des in der Türkei geltenden Höchstniveaus an landwirtschaftlichen Beihilfen und die Aufnahme von Diensten in die Gewohnheitsunion. Noch ein Beispiel: Vor dem Importieren eines Medikaments muss ein Mitarbeiter des Bundesgesundheitsministeriums überprüfen, ob die Produktionsstätte den tuerkischen Bestimmungen zusaemt.

Ein weiteres Merkmal des türkischen Handelns ist, dass tuerkische Firmen ihre Importe und Exporte oft ueber ihre Buchhaltung in der Schweiz und teilweise in Grossbritannien, aber nicht mehr in Deutschland seit der Einfuehrung der Verrechnungssteuer durch Finanzminister Stoltenberg abgewickeln. Diese Vorgehensweise reduziert die angefallenen Bankspesen auf ein Minimum; für diese Gesellschaften fließt die Fremdwährung nicht mehr in die Türkei oder aus der Türkei.

Wegen der in der Türkei herrschenden Hochzinssätze ist es nur wenigen Firmen möglich, Darlehen aufzunehmen. Zwischen 1980 und 1998 investierten auslÃ??ndische Firmen nur 23,5 Mrd. USD in der TÃ?rkei, was einem halben Jahr der auslÃ?ndischen Direktaktivinvestitionen in der VN ist. Die Auslandsdirektinvestitionen in der Türkei sind seit der Errichtung der EU seit 1998 mit nur 573 Mio. USD wieder zurückgegangen.

Lange Zeit in der Türkei ansässige Firmen expandieren und erneuern ihre Einrichtungen weiter, aber es gibt kaum neue Investitionen. Portfolioinvestments hingegen hatten im Spitzenjahr 1997 rund 1,6 Mrd. USD erlangt. Die Association of Foreign Investors, Jased, glaubt, dass internationale Direktaktivinvestitionen von vier bis fünf Mrd. USD pro Jahr möglich sind.

Eine weitere Ursache, das fehlende internationale Schiedsverfahren in Konfliktsituationen, wurde durch den Gesetzentwurf im Jahr 1999 durch eine konstitutionelle Änderung behoben. Ausländische Firmen - wie nahezu alle tuerkischen Firmen - berechnen und berechnen auf der Grundlage von Fremdwaehrung. Deshalb ist es für sie von entscheidender Bedeutung, dass die Preissteigerungen nicht durch die Entwertung der türkischen Lira im gleichen Zeitabschnitt aufgewogen werden.

Die Gemeinden in und um Istanbul haben den betreffenden in- und auslÃ??ndischen Firmen den RÃ?ckkauf der von den Gemeinden beanspruchten Miteigentumsrechte zurÃ? Nach Ansicht der tuerkischen Behoerden muessen auslaendische Firmen ein Arbeitsvisa fuer einen entsandten Arbeitnehmer vor seiner Abreise ausstellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Recht nur türkische Staatsbürger zur Ausübung des Berufs berechtigt.

Diese Verzögerung soll die Rekrutierung von türkischen Arbeitnehmern fördern, auch wenn sie nicht über die gleiche Qualifizierung und Angemessenheit verfügen. Oftmals werden Schwierigkeiten durch die Autos verursacht, die von Mitarbeitern von ausländischen Firmen vorübergehend abgabenfrei eingeführt werden dürfen. Dies ist ein Verstoss gegen das sehr strenge tuerkische Recht. In der Türkei sind die gewerkschaftlichen Beziehungen aus drei Ursachen unzureichend.

Zunächst einmal sind die Turks ein Menschenvolk der Selbstständigen. Unter den 25 Mio. Arbeitnehmern gibt es nicht mehr als 10 Mio. Arbeitnehmer, von denen nur eine Mio. es sind. Als drittes wurde 1952 der erste türkisch-isländische Gewerkschaftsbund ins Leben gerufen, als es damals beinahe nur staatseigene Unternehmen gab. Die Türk-Is standen daher von Anfang an unter dem Einfluss der Politik, bis heute werden unter dem Dach des Vereins beinahe ausschliesslich Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes zusammengefasst.

1967 löste sich der Klassenkampf "Bund Revolutionäre Arbeitergewerkschaften" (DISK) von Türk-Is ab, der ebenfalls eine starke innenpolitische Aufgabe wahrnimmt und vorwiegend in Privatunternehmen mitwirkt. Seit 1995 haben die Betriebe - vor allem ausländische, in denen die meisten Mitarbeiter hochgradig gewerkschaftlich organisiert sind - die Lohnanforderungen weitestgehend erfüllt.

Um das Recht einer Union auf Tarifverhandlungen für ein Unternehmen zu erhalten, müssen zumindest 50 % ihrer Beschäftigten Mitglied der Union sein. Der jährliche Bruttobetrag für einen Hilfsarbeiter beträgt USD14. 000 bis USD20.000. In der Tschechischen Rep., wo die Arbeitskräfteproduktivität nicht ganz so hoch ist wie in der Türkei, sind es sogar zwölftausend Dollars.

Zur Aufrechterhaltung der Konkurrenzfähigkeit ihrer Unternehmen in der Türkei wird in ausländische Unternehmen in die Erhöhung der Arbeitskräfteproduktivität investiert. In der Türkei gibt es immer weniger ein Lohnfertigungsland wie in den 80er Jahren. Demgegenüber lag der Minimallohn vor der letzen Angleichung nur bei 47,3 Mio. L Bruttolohn, d.h. 205 D-Mark.

In den drei Hauptindustrien der Türkei - Textil und Bekleidung, Automobil und Fremdenverkehr - hat die Krise - wenn auch aus verschiedenen Ursachen - tiefe Spuren hinterlassen. Zwischen 1993 und 1996 hat die tuerkische Textilwirtschaft ihre Kapazitaeten im Hinblick auf die Zwoelf erheblich erweitert. In diesen Jahren überlebten einige dt. Textilmaschinenhersteller, vor allem aufgrund von Großaufträgen aus der Türkei.

Im Zuge der Fernostkrise kamen auch die tuerkischen Kunststofffaser- und Textilhersteller unter erheblichen Zeitdruck. Zur Eindämmung des weiteren Kapazitätsausbaus stellte die Bundesregierung im Maerz 1999 die Förderung von Investitionsgütern in Ausrüstungen der Textilwirtschaft ein. Derzeit stammt ein Dritteln aller Not leidenden Darlehen türkischer Kreditinstitute aus dem Textil- und Bekleidungssektor.

Besonders stark getroffen von der Krisensituation sind Firmen, die anspruchsvolle Qualitätsprodukte zu günstigen Konditionen herstell. Auf Grund dieser Marktsegmente wird die Türkei von der Herstellung "billigerer" Waren abrücken und in Zukunft stärker mit italienischen Produzenten mithalten. Aber auch die Textil- und Bekleidungsindustrie in der Türkei wird sich behaupten, denn die Türkei ist der fünftgrößte Baumwollproduzent.

Nach Abschluss des "South East Anatolia Project" (CAP) wird sich die Baumwollproduktion auf jährlich mind. 1,2 Mio. t Verdoppelung erhöhen. Beide Branchen werden auf absehbare Zeit die wichtigste in der tÃ?rkischen W irtschaftslage bleiben. Sie tragen acht bis zehn Prozentpunkte zum Bruttoinlandprodukt bei, beschäftigt ein Drittel aller Mitarbeiter und ein Viertel aller Mitarbeiter in der Fertigungsindustrie.

Im Jahr 1998 trugen sie rund 10,4 Mrd. USD oder 40 Prozentpunkte zum Warenausgang bei. Die Türkei macht elf Prozentpunkte der EU-Importe von Textilwaren und Kleidung aus. Im Jahr 1998 erwirtschaftete die Industrie Wechselkurseinnahmen von 7,2 Mrd. USD oder 27% der Gesamtexporte. Schätzungen zufolge wird der Branchenanteil am Bruttosozialprodukt auf vier bis fünf Prozentpunkte und mittelbar gar auf 17 Prozentpunkte beziffert.

Im Jahr 1980 hatte die Türkei nur 56.000 Schlafplätze und eine halbe Mio. Reisende kamen ins Jahr, 1998 gab es 830.000 Schlafplätze und 9,7 Mio. Ausländer. Die Türkei hat seit 1980 ihren Marktanteil auf dem Welt-Tourismusmarkt vervielfacht. Die Industrie geriet 1999 in eine Krisensituation. Anstelle der erwarteten 11 Mio. ausländischen Feriengäste gibt es nicht mehr als 7 Mio..

Sie hat keinen Einfluss auf das mit den unterschiedlichen Ansichten über die Minderheitenrechte in der Türkei und in Europa verbundene politisches Bild. Die Türkei verpasst aus weltanschaulichen Erwägungen die Möglichkeit, vom religiösen Tourismus des Jahrs 2000 zu nützen. Die türkischen Automobilmärkte sind interessant. Dies wird dadurch gestützt, dass 1999 die beiden grössten Auslandsinvestitionen in diesem Sektor getätigt wurden und dass die Mobilisierungsdichte der Türkei nach wie vor niedrig ist.

Die Zahl der Autos pro 1000 Einwohnern hat sich zwischen 1985 und 1998 je 1000 Einwohnern auf das Vierfache erhöht. In der ersten Jahreshälfte 1999 lag sie bei den großen Automobilherstellern zwischen neun und 37 Prozentpunkten (Toyota), wobei ein Ausnahmefall die 66 Prozentpunkte für die Marke ausmachten. Noch vor dem Beben hatten die Produzenten auf eine Trendumkehr im dritten Vierteljahr 1999 gewartet.

Zum anderen hat die am I. Jänner 1996 in kraft getretene Europäische Union den Preis für Autoeinfuhren deutlich gesenkt, und ihr Marktanteil hat sich seit 1995 auf 35 viertfacht. Mit 530 Mio. USD ist das Investitionsvolumen 1999 die höchste Auslandsinvestition in der Türkei. Die beiden großen Automobilhersteller in der Türkei, Tofas-Fiat und Oyak Renault, hatten lange Zeit von den erhöhten Einfuhrzöllen profitieren können und haben nicht rechtzeitig in die Modernisierung investiert.

Internationale Konzerne wie Toyota, Opel und Hyundai, die bisher nur Importsätze mit geringer Bauhöhe montiert haben, wollen in Zukunft auch vermehrt nach Europa aufbrechen. Davor müssen sie den Prozentsatz der lokalen Lieferungen auf einen Wert von mind. 70 Prozentpunkten anheben. Die Mitarbeiter tragen ihr Know-how in die Türkei ein und führen auch eigene Entwicklungsprojekte für ihre Auftraggeber durch.

In der Türkei ist Bosch 1999 mit einem Investitionsvolumen von 300 Mio. DEM der zweigrößte Investitionspartner.

Die Datenerhebung beim Kreditantrag erfolgt durch: smava GmbH Kopernikusstr. 35 10243 Berlin E-Mail: info@smava.de Internet: www.smava.de Hotline: 0800 - 0700 620 (Servicezeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 10-15 Uhr) Fax: 0180 5 700 621 (0,14 €/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Min) Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Alexander Artopé (Gründer), Eckart Vierkant (Gründer), Sebastian Bielski Verantwortlicher für journalistisch-redaktionelle Inhalte gem. § 55 II RStV: Alexander Artopé Datenschutzbeauftragter: Thorsten Feldmann, L.L.M. Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg, Berlin Registernummer: HRB 97913 Umsatzsteuer-ID: DE244228123 Impressum